Nichts ist perfekt!

Nichts ist perfekt!

Diese Woche hat mich eine Kaufanfrage für eine Mesa inspiriert mal etwas mehr zum Thema Mesa/ Misha und Mastana zu scheiben:

Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen einer Mastana und einer Mesa/Misha?

Eine Mesa ist das Medizinbündel eines peruanischen Paqo (Schamanen). In Aller Regel besteht es aus einem in vielen Farben gewebten Mesa-Tuch, der Mastana und aus einem Innentuch, das mit Steinen, Kristallen und anderen heiligen Gegenständen gefüllt ist. Jede Mesa sieht anders aus, sie beinhaltet völlig unterschiedliche Steine, Kristalle und andere kleine Kraftgegenstände.

Wie wird eine Matana (Mesa-Tuch) hergestellt?

Die Mastanas werden überwiegend von Frauen gewebt, sie sind mehr oder weniger quadratisch oder sagen wir besser mehr oder weniger rechteckig. Die tatsächlichen Maße spielen dabei keine Rolle, wichtig ist der Inhalt und die Symbolsprache, die das Tuch in sich birgt.

Eine peruanische Weberin sitzt an so einem Tuch viele Tage meist Wochen, sie sitzen allein oder zu zweit oder in einer kleinen Gruppe bei dieser Arbeit die meiste Zeit am Boden und werfen sich gegenseitig die Wollknäule zu, so entsteht das Grundgerüst für ein neues Tuch. Bitte vergesse das nie, wenn du eine Mesa trägst. Die Frauen legen viel Freude und Lachen hinein, obwohl sie am Abend ganz sicher häufig ihren schmerzenden Rücken spüren. Sie legen all Ihre Liebe hinein, all Ihre Intuition und all Ihre Weisheit.

Wie entsteht aus einer Mastana eine Mesa?

Angehende Schamanen geben häufig Steine in Ihre Mesa, die sie während Ihrer Ausbildung sammeln oder von Ihrem Lehrer erhalten. So entsteht die Mesa/Misha, das heilige Medizinbündel der Paqos. Die Mesa ist also ein Medizin-Bündel, das zunächst symbolisch für die persönliche Heilung steht und später für Heilarbeiten an Klienten verwendet wird. Die Größe des Tuches spielt dabei nur in sofern eine Rolle, das die Sreine und Kristalle darin Platz finden. Ich habe ganz kleine sehr kratftvolle Mesas kennengelernt aber auch wirklich richtig Große, die richtig schwer sind. Eines meiner Mesatücher misst fast 90 cm Kantenlände, ein anderes gerade mal so ungefähr 50 auf 50 cm.

Meine Mesa:

Ich habe inzwischen mehrere Mesa’s. Die erste habe ich in meiner Ausbildung hergestellt, die Zweite ist auf meiner ersten Reise durch Peru entstanden und die Dritte stammt aus der Herzensenergie zwischen mir und meinem Seelenpartner. Heute weiß ich intuitiv immer ganz genau, mit welcher Mesa ich mit welchem Klienten arbeite. Ich weiß, welche Mesa wann bei mir im Bett schläft, weil ich gerade genau diese oder jene Energie brauche. Und dennoch das Lernen hört nie auf und an manchen Tagen glaube ich noch ganz am Anfang zu stehen.

Trage deine Mesa in großer Demut, schlafe mit Ihr, studiere Ihre Muster, erfühle die Intention, die die Weberin über all die Stunden hineingelegt hat meditiere mit Ihr. Jedes Tuch hat eingewebte Fehler, doch genau das macht das Tuch genau richtig für seinen Träger oder seine Trägerin, denn im Leben geht es nicht um Perfektion. Es geht darum dich selbst zu finden und es geht darum dich selbst neu zu erfinden. Die traditionelle Sprache der eingewebten Symbole zu verstehen ist für jemanden, der nicht in der Tradition aufgewachsen ist kaum möglich, daher bin ich so dankbar, daß Pedro immer wieder geduldig Fragen dazu beantwortet. Vieles davon ist theoretisches Wissen , doch noch mehr ist Intuition. Lange habe ich versucht das über den Verstand herauszufinden, ich habe gefragt und zugehört. Aber an einen Tag erinnere ich mich ganz besonders. Ich öffnete meine große Mesa, die mit den Steinen aus Peru. Ich legte die Steine neben die Mastana, wieder einmal wollte ich zu weiteren Fragen ausholen, die mir Pedro sicherlich mit viel Geduld beantwortet hätte und sicherlich wäre mein Verstand mal wieder zufriedengestellt worden … Doch in diesem Moment geschah etwas magisches. Ich handelte aus dem Bauch heraus, strich die Mastana mit meinen Händen glatt, ich berührte jeden Zentimeter und drehte sie um und genau in diesem Moment öffnete sich mein Herz und es war als ob ich in einen Spiegel blicke und erkannte mich selbst….

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