Geschenke des Himmels 1

Geschenke des Himmels 1

Ich hätte nur müde gelächelt, wenn mir Anfang letzten Jahres jemand erzählt hätte, daß ich in einem Jahr zweimal nach Peru reisen werde. Doch wenn die Spirits etwas einfädeln, dann wäre es falsch sich dagegen zu wehren. Wir waren auf einem Seminar bei Alberto Villoldo als eine Freundin auf die Idee kam gemeinsam eine Reise nach Peru zu unternehmen. Ich lächelte, hatte aber keinen Plan, wie das jemals klappen sollte. Ehrlich gesagt, dachte ich diese Idee würde sich sicher ganz schnell in Luft auflösen. Doch da sollte ich mich wohl getäuscht haben. Sie telefonierte und plante, schnell waren Termine vereinbart, geglaubt habe ich daran noch lange nicht. Ich hatte keine Idee wie ich diese Reise jemals bezahlen sollte und wusste ehrlich gesagt auch nicht auf was ich mich da eingelassen habe. Der Termin stand fest, mein Urlaub war genehmigt, genügend Geld hatte ich immer noch nicht. Als der Anruf kam: “Schätzelein, wir müssen jetzt langsam mal den Flug buchen” kam ich in Panik.

Dann kam das Weihnachtsgeld und der Flug war bezahlt. Die Anzahlung für unsere Reise nach Cusco machte ich von meiner Bonuszahlung. Alles lief wie am Schnürchen. Ich hatte zwar keine Ahnung, auf was ich mich da eingelassen habe, keine Ahnung von dem Land, keine Ahnung, von den Klimabedingungen, keine Ahnung von seiner Geographie, kein Ahnung von der Währung. Na ja, eigentlich glaubte ich nach wie vor nicht daran, daß ich diese Reise unternehmen würde. So vier Wochen vor der Reise überkam mich die Panik. Inzwischen wollten wir die Reise zu Dritt antreten und unsere ‘Neue’ hatte deutlich mehr Plan als ich. Ich hörte Worte wie Thermounterwäche, Daunenjacke und Höhentraining und las Artikel über dünne Luft, Höhenkrankheit und Reiseapotheke. Ich geriet erneut in Panik.
Doch hatte ich ständig dieses Foto vor Augen. Ein Foto, das ich vor einigen Jahren im Internet gesehen hatte: einen Markt mit bunten Tüchern und Ponchos. Dieses Bild hatte sich so sehr in mir eingebrannt, daß ein Rücktritt, trotz aller finanziellen Ängste, für mich einfach nicht in Frage kam…

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